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Schopenhauer, Orig.-Portrait-Photographie von Johann Schäfer 1859. 28 x 21,2 cm

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Schopenhauer, Arthur (1788-1860, deutscher Philosoph). Orig.-Portrait-Photographie (Albuminabzug nach einer Daguerreotypie) von Johann (eig. Johannes) Schäfer (1822–1904). Frankfurt a. M. 1859. 28 x 21,2 cm. Bekanntes großformatiges Porträt des großen Philosophen. – Die Daguerreotypie zeigt den gesamten Oberkörper mit dem rechten Arm (Schopenhauer hält einen Zigarrenstummel in der Hand), während bei vorliegendem Abzug nur der obere Brustbereich und der Kopf zu sehen ist. – „In vielen Briefen sprach sich Schopenhauer klar für Daguerreotypien und gegen Fotografien aus, weil jene „treuer und authentischer“ seien (Brief an Julius Frauenstädt vom 10. Juni 1852, Hübscher: S. 283). Die Fotografien hingegen machten ihn immer älter, als er eigentlich sei (Brief an Julius Frauenstädt vom 6. August 1852, Hübscher: S. 289). Die Frage der Authentizität von fotografischen Abbildungen ist also im Wortsinn so alt wie die Fotografie selbst. Gleichzeitig werfen diese kurzen Äußerungen ein Schlaglicht auf Schopenhauers und den zeitgenössischen Gebrauch des neuen Mediums. Es diente vor allem der Selbstdarstellung. Schopenhauer spielte virtuos mit seinen Porträts: Indem er sie wie Belohnungen an besonders beständige und treue „Apostel“ (Brief an Julius Frauenstädt vom 30. Oktober 1851, Hübscher: S. 268) versandte, suchte er, die nicht sehr zahlreichen, aber desto frenetischeren Anhänger seiner Lehren fester an sich zu binden. Dass es ihm sehr darauf ankam, wer wann welches Bild von ihm zu sehen bekam, zeigt sein Ärger darüber, dass der von ihm hoch geschätzte Daguerreotypist Johann Schäfer sein Porträt im Jahr 1859 ungefragt auf einer Pariser Ausstellung präsentierte“ (J. Aures im Katalog der Jubiläumsausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe Universität“). Vgl auch C. Gerhard, Schopenhauer-Bilder. Grundlagen einer Ikonographie, Frankfurt a. M. 1913 und F. Riedinger, Schopenhauers Daguerreotypie, in: Schopenhauer-Jahrbuch 34, 1951–1952, S. 74 ff. – Der Frankfurter Porträt- und Architekturfotograf J. Schäfer „gehörte insbesondere in den 1850er Jahren zu den angesehensten Fotografen in Ffm. Zunächst bot er – wie aus Inseraten im Ffter Intelligenz-Blatt von 1851 hervorgeht – neben den hier schon üblichen Fotografien auf Papier auch noch Daguerreotypien an… Zu den Stammkunden von Sch. zählte Arthur Schopenhauer, der sich 1855 und 1856 zweimal von ihm ablichten ließ. Eigentlich war Schopenhauer mit den Aufnahmen nicht zufrieden; er bezeichnete Sch. – zusammen mit dessen Kollegen Jacob Seib – aber trotzdem in einem Brief von 1858 als „ersten und reputierlichsten Photographen“ in Ffm. 1859 erfuhr Schopenhauer, dass Sch. „jetzt eine neue Maschine und Methode hat, die Alles übertreffen soll“. Er beauftragte ihn daraufhin mit drei Porträts in Form von Kniebildern, ärgerte sich aber wieder über Sch., weil dieser ein von Schopenhauer mit Widmung und Unterschrift versehenes Exemplar erst im Pariser Salon ausstellte und den Schopenhauer-Fan, der das Foto erhalten sollte, warten ließ. An sich hatte Schopenhauer dem Fotografen die Erlaubnis gegeben, mehrere Abzüge dieser Porträts zu machen und zu verkaufen“ (E. Meyer in Frankfurter Personenlexikon). – Rückseitig mit alten Montagespuren, sonst tadellos. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Falls Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Telefonnummer und E-Mail Adresse finden Sie unten unter: Rechtliche Informationen des Verkäufers > Vollständige Informationen.


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